Der Ausdruck „Do it yourself!“ (Mach es selbst!) hat im Umfeld von Lebensmitteln, Essen und Ernährung in den letzten Jahrzehnten offensichtlich eine ganz neue Bedeutung erhalten. Es geht nicht mehr darum, Speisen und Gerichte selber zuzubereiten, sondern neuerdings vielmehr darum, sein Gericht nach individuellen Vorstellungen zusammenzustellen.

Die meisten Selbstbedienungs- oder auch Schnellrestaurants kannte man zunächst nur aus großen Kaufhäusern oder Kantinen riesiger Unternehmen, aber spätestens über die Steak-Häuser mit ihren Salat-Buffets und die berühmten Frühstücksbuffets in Hotels sind sie in der Gesellschaft vollständig akzeptiert. So ist es auch kein Wunder, dass Selbstbedienung überall da zu finden ist, wo es preiswert sein soll. Neben argentinischen oder amerikanischen Steak-Häusern haben auch sehr viele China-Restaurants schon früh auf diesen Trend gesetzt. Obwohl wir eigentlich nie Zeit haben, scheinen wir uns beim Essen keine Gedanken darüber zu machen, dass es doch viel netter wäre, sich am Tisch mit seinen Lieben zu unterhalten, als mit wildfremden Menschen und Teller in der Hand in einer Buffet-Schlange zu stehen.

Selbstbedienungsrestaurants verkörpern einen ganz wichtigen Aspekt unserer heutigen Zeit. Sie sind eine Art Synergie-Effekt aus immer stärkerer Einsparung beim Personal und dessen Kosten sowie dem Motto „Der Kunde ist König“, zumindest in Sachen Auswählen, und haben dadurch ein neuartiges Restaurant-Ambiente geschaffen, in dem das Service-Personal nur noch zum Reinigen des Restaurants und der Tische bzw. zum Nachladen des Buffets selbst zuständig ist. Auf der anderen Seite wundert oder beschwert sich dann aber jeder, dass in der Gastronomie so schlecht verdient wird.

Aber das Spiel der Selbstbedienung kennt keine Grenzen. Ganz absurd wird diese Entwicklung, wenn man sich zum Beispiel die Generation der neuen Pizza-Automaten ansieht. Dort kann der Kunde aus mehreren Belägen wählen und der Automat knetet dann den Teig, belegt ihn und backt die Pizza aus. Alles zusammen dauert in etwa fünf bis zehn Minuten. Na dann: Guten Appetit!

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