Wenn man in Europa durch die deutschsprachigen Länder zieht, denkt man, die Bewohner seien ein Volk, das absolut imbisssüchtig ist. Es ist kaum vorstellbar, dass sich in anderen Ländern Europas mehr Imbiss-Stände oder -Buden befinden, als gerade dort. Die Imbiss-Stände findet man üblicherweise in Fußgängerzonen oder an sonstigen Plätzen mit viel Fußgänger-Verkehr wie etwa vor Bahnhöfen oder in der Nähe von Schulen und Universitäten. Generell unterscheiden sich dabei zwei Typen, die nationalen und die internationalen. Alle sind auf das schnelle Zubereiten von kleinen Bissen (essen, beißen)für unterwegs, daher kommt wohl auch der Name „Imbiss“. Viele Speisen sind schon so gut wie fertig und die letzte Zubereitung dauert nur einen kurzen Augenblick.

Nationale Imbiss-Stände

Der Deutsche liebt seine Wurst: Bratwurst, Bockwurst oder Brühwurst in allen Variationen bieten die Imbiss-Stände überall als „Essen auf die Hand“ an. Es gibt sogar Buden, die nur Wurst anbieten. Ein absoluter Klassiker ist dabei sicher die Currywurst, der der Sänger Herbert Grönemeyer in den 80er Jahren sogar ein eigenes Lied gewidmet hat. Das nächste liebste Kind der Deutschen sind Pommes frites, die gern auch einfach nur „Pommes“ oder „Fritten“ genannt werden. In kleinen Tüten, Schachteln oder Schälchen mit Mayonnaise oder Ketchup werden sie als kleine Zwischenmahlzeit gegen den spontanen Hunger überall auf der Straße verzehrt. Der dritte im Bunde sind die Hähnchen-Grills. Soll es eine Portion Chicken-Wings oder vielleicht gleich ein halbes Hähnchen sein? Die Hähnchen drehen sich den ganzen Tag über dem Rost und werden kross gebraten serviert. Weitere Klassiker deutscher Imbiss-Kultur sind Matjes- oder Krabbenbrötchen oder die klassische Frikadelle (Boulette) im Brötchen, die es oft sogar an einfachen Zeitungskiosken zu kaufen gibt.

Ein absoluter Klassiker sind ebenfalls belegte Brötchen, die es nicht nur an Ständen, sondern in fast jeder Bäckerei zum Mitnehmen zu kaufen gibt.

Internationale Imbiss-Stände

Was die ausländischen Imbiss-Stände angeht, dominieren mit Abstand die sogenannten Döner-Buden türkischen Ursprungs das Stadtbild. In einem Fladenbrot mit Salat und Jogurt oder eingerollt in einer türkischen Pizza wird das Fleisch, das von einem rotierenden Grill abgeschnitten wird, serviert. Es ist sehr preiswert und macht aufgrund des Salats und des Jogurts zumindest den Anschein, es sei irgendwie gesünder als fettige Würste und Pommes.

Pizza und Pizza-Baguettes sind ebenfalls der Renner, wenn es um Essen „To Go“ geht. Ein Achtel oder Viertel einer Pizza oder ein Baguette mit Belag nach Wahl wird meistens schnell aufgebacken oder ist gerade fertig geworden. Etwas seltener, aber auch sehr beliebt ist das griechische Gyros, ein Fleischgericht ähnlich dem Döner, allerdings mit anderem Fleisch, anderen Gewürzen aber auch im Fladenbrot.

Die Imbiss-Landschaft in Deutschland ist in der Tat beeindruckend und man darf es sich als Besucher des Landes nicht entgehen lassen, es auszuprobieren. Die Schnellrestaurants auf der Straße eben.

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